LUDOKOELN

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Schiller, F.: Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen. Stuttgart (Reclam) 1965 (erstveröff. 1795

Spielen wird als sinnvolle Freizeitbeschäftigung angesehen, die nicht nur im Kindesalter praktiziert werden sollte. Sie dient der Förderung der Kommunikation und hat einen pädagogischen Anspruch. Auch für ältere Jugendliche und Erwachsene ist das Spiel förderlich für die Integration zwischen Alt und Jung, Arm und Reich, "Fussgänger" und Rollstuhlfahrer, zwischen Ausländern und Einheimischen. Sie hilft sozial schwachen Menschen teil zu haben an der Freizeitgestaltung und dem Spaß damit. In Stadtvierteln mit sozialen Brennpunkten kann das Spiel zur Gewaltprävention eingesetzt werden. Wenn Jugendliche spielen, verschwenden Sie keinen Gedanken an Gewalt gegenüber anderen. Dies allein wird sicher nicht ausreichen, doch das Spielen hilft.

Was ist eine Ludothek? Bei uns fast unbekannt - aber in 50 Ländern der Erde zu finden: Ludus heißt auf lateinisch "das Spiel" und der griechische Wortstamm -thek ist allseits aus der Wörter Bibliothek und Videothek bekannt.

Ludotheken sehen ihre Aufgabe in der Förderung der Spielkultur für Kinder, Erwachsene, Familien und Gruppen aller Art. Dies tun sie hauptsächlich mit dem Verleih von Spielen und Spielsachen (nicht zu verwechseln mit den Spielotheken und Spielhallen in Deutschland - diese Einrichtungen haben mit dieser Arbeit wirklich nichts gemein).

Die Ludothek Köln (LUDOKOELN) ist ein Pilotprojekt, eine Sammlung von mehr als 20 traditionellen Indoor und Outdoor Geschicklichkeits- und Sportspiele (Table Shuffleboard, Novuss, Boccia, Jakkolo, Carrom, Table Bowling, Mölkky, Table Curling uns andere), die stehen bereit, um ausgeliehen oder vor Ort gemeinsam 6 Mal pro Woche gespielt zu werden.

Die Ludothek Köln sammelt und veröffentlicht die Traditionelle Spiele und Sportarten aus aller Welt, die gelten als universelles Kommunikationsmittel und verfolgt folgende Ziele:

- Förderung des Kulturgutes Spiel in Köln und in Deutschland;

- das Spielen vor Ort;

- Spieleveranstaltungen verschiedenster Art;

- Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrer, Erzieher und Sozialpädagogen.

Die LUDOKOELN gezielt präsentiert das Spielen nicht nur als aktive Freizeitbeschäftigung und wichtiges Kulturgut, sondern mit bekannten und unbekannten traditionellen Sportarten (traditional games of skill for all) fördert Sporttreibens (Präzisionssport) und Leistung eines sozialen, kulturellen und humanistischen Beitrages durch Einflussnahme auf die Sport-, Gesundheits- und Körpererziehung, unterstützt nationale und internationale Organisationen, die Rollstuhl- und Behindertensport, Familiensport, Schul- und Jugendsport durchführen.

Die traditionelle Geschicklichkeitsspiele sind gerade für Kinder und Jugendliche, für behinderte und nichtbehinderte Menschen sehr wichtig. Sie sind eine echte Alternative zum passiven Fernsehen und zum Computer.

„Kommunikation statt Isolation“ lautet auch heuer wieder das Motto des Projektes.

Brettspiel statt Computer-Game.

Gespräch mit Freunden statt Handy.

Unser soziales Innovationsprojekt LUDOKOELN sucht nach barrierefreien Räumlichkeiten, braucht eine Verstärkung unseres Teams und sucht nach motivierten hauptamtlichen, ehrenamtlichen und freiwilligen Mitarbeitern mit und ohne Behinderung.